11.08.2012 - Nacharbeit unter Kontrolle

 

Nacharbeit unter Kontrolle

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11.08.2012 - Nacharbeit unter Kontrolle

M. Richter stellt elektronische Baugruppen als Muster und in Kleinserien nach Kundenspezifikation her. Im Gegensatz zur Großserie gibt es kaum Möglichkeiten, durch Vorversuche sämtliche Fertigungsparameter zu optimieren - meist wären dazu mehr Vorserienteile erforderlich, als die Serie umfassen soll. Gleichzeitig aber kommen bei über 80 aktiven Kunden die Layouts und Fertigungsunterlagen von (mindestens) ebenso vielen Layoutern - und von denen hat jeder seinen Stil und seine Besonderheiten. Und bei Mustern, Einzelstücken muss Fingerspitzengefühl ohnehin die nicht existierende Vorserie ersetzen.

Gerade bei der Bestückung von Leiterplatten gelingt auch mit Fingerspitzengefühl und viel Sorgfalt nicht alles, maschinelle Lötungen sind zudem nie ganz fehlerfrei, sondern bestenfalls sehr fehlerarm. Da bleibt Nacharbeit nicht aus. Spezielle Löt- und Entlötstationen, -Werkzeuge erleichtern diese Arbeit, aber die immer feineren, teils auch immer größeren SMD-Bauteile setzen hier Grenzen, auch steigt der Anteil der Bauteile, bei denen die Lötstellen dem klassischen Werkzeug nicht mehr zugänglich sind, ständig.

M. Richter hat jetzt zusätzlich zum bewährten Instrumentarium in eine Reparaturstation investiert, in der Leiterkarten im Ganzen von unten vorgeheizt und gleichzeitig nur die zu bearbeitenden Bauteile oder Zonen von oben mit fokussiertem IR kontrolliert und schonend auf Löttemperatur aufgeheizt werden - nach Art einer typischen Reflow-Kurve. Bauteile können selektiv ein - oder ausgelötet werden, ohne dass die benachbarten Bauteile thermisch stark belastet werden, auch auf dicht bestückten Karten. Zusätzlich zur Temperatursteuerung wird die Temperatur der Baugruppe durch 2 unabhängige Thermofühler überwacht. Temperaturbegrenzungen und Speicherung einmal erzeugter Profile sichern weiter die schonende Behandlung der Baugruppen auch bei komplizierten Reparaturen.

Dazu Volkmar Stichweh, geschäftsführender Gesellschafter: "Systeme zur kontrollierten und schonenden Nacharbeit von Baugruppen gibt es viele am Markt. Einige davon haben wir uns näher angeschaut bzw. erprobt. Schon seit mehreren Jahren. Die elektronische und meßtechnische Ausstattung war meist ähnlich, die Preise bei vergleichbarer Leistung teilweise geradezu extrem unterschiedlich. Was uns bisher gestört hat: Die Systeme, die wir gesehen haben, brauchten für einfache wie für schwierige Rework-Arbeiten auffällig viel Zeit. Bei einer komplexen Reparatur an einer hochwertigen Karte lieferten eigentlich alle Geräte ordentliche Ergebnisse. Für einfachere Reparaturarbeiten waren die Mitarbeiter mit klassischem Gerät schneller, meist so viel schneller, dass es nicht vertretbar gewesen wäre, eines dieser Systeme einzusetzen. Zudem äußerten sich die Mitarbeiter durchweg unzufrieden mit den zwar sehr vielseitigen, aber auch umständlichen Handhabungsmöglichkeiten. Jetzt haben wir ein System gefunden, dass nicht nur gute Ergebnisse liefert und kontrolliert und schonend arbeitet, sondern von der Handhabung her einfach ist, zügiges Arbeiten erlaubt und von den Mitarbeitern gern akzeptiert wird.

Dabei wollten wir erst die größte und teuerste Ausführung der Familie nehmen - und der Anbieter riet uns ab, als er unsere typischen Aufgaben sah. Das Gerät, was wir jetzt haben, ist kleiner, unkomplizierter und für die meisten Arbeiten ausreichend. Da es aber überraschenderweise zu den preisgünstigsten Geräten gehört, werden wir uns bei Bedarf für besondere Aufgaben auch noch das große anschaffen - der Anbieter hat uns schnell von seinen Systemen überzeugt."

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